"Du kannst nicht alle Hunde der Welt retten.
Aber für einen Hund die ganze Welt."
Aber für einen Hund die ganze Welt."
(unbekannt)
Nie im Leben dachte ich früher einmal daran bei mir einen Nothund aufzunehmen. Ich war lange der Meinung, dass die Hunde besser in den Ländern bleiben sollen, wo sie geboren wurden und nicht zu uns nach Deutschland eingeführt werden sollten. Schließlich haben wir hier selbst Tierheime, die überfüllt sind.

Das erste Foto von Lady
Was soll ich sagen?!... Ich dachte es! Wie immer kommt hier alles anders als geplant. :) Ausschlaggebend für meinen Sinneswandel war die kleine Lady, die ich durch Zufall im Internet entdeckt habe. Ein kleiner, abgemagerter Hund mit Augen, die gesprochen haben. Ja, diese Augen haben mich angesprochen. Mich, die nie sowas tun wollte - Nämlich einen Auslandshund bei sich aufnehmen. Ich sah also dieses kleine Mädchen und wusste, dass ich diesen Hund nicht in einem Land lassen werde, wo Hunde nicht viel Wert sind. Wo Hunde gequält, misshandelt und vertrieben werden, die sich allein versorgen müssen, um zu überleben, die kein weiches Körbchen haben und nie wissen, ob sie morgen einen vollen Bauch haben oder überhaupt noch Leben werden. Ich habe also spontan zu mir gesagt, Regina, dieses arme Wesen wirst du retten. Und so kam es! Ich fragte an und konnte das kleine Mädchen haben. Mir wurden keine großen Fragen gestellt, aber versichert, dass das kleine Mädchen gesund und mit liebem Wesen hier ankommen wird. Ich lies mich also auf das Abenteuer "Nothund " ein.
Zwei Tage bevor ich Bescheid bekommen habe, dass die Kleine ihre Reise jetzt antritt muss ich gestehen, dass ich Bauchweh bekam.
Zig Fragen gingen mir plötzlich durch den Kopf...
Wie wird die Kleine hier ankommen?
Wird sie gesund sein?
Wird sie vielleicht eine Krankheit haben und meine eigenen Hunde anstecken?
Wird sie nett sein?
Was mache ich, wenn nicht?
Was werden meine Hunde zu ihr sagen?
Und die größte Frage... Was sagt dein Mann zu alledem? :)
Lady kam an und all meine Zweifel waren im Nu verflogen. So ein zuckersüßer kleiner Hund legte sich gleich auf den Boden, um sich streicheln zu lassen. Sie folgte mir ins Haus ohne eine Spur von Misstrauen. Ich war baff, ein Hund der wirklich zwei volle Tage auf einem Transporter saß war so nett und wirklich voller Vertrauen zum Menschen, wo er sicher nicht immer gutes erlebt hat in seinem vorherigen Leben.
Ok, meine Bande war hier nicht wirklich verzückt von dem "Eindringling". So wurde sie erstmal in einem Zimmerkennel bei uns in der Stube platziert. So hatte Lady die Sicherheit, dass ihr nichts passiert und meine hatten Zeit sie kennenzulernen. So nach und nach lief sie dann mit meinen Hunden umher, aber schnell merkte ich, dass diese kurzen Beinchen nicht wirklich in unser aktives Leben passten. Zudem sah nun Lady, blitzgescheit wie sie war, mich als ihre Ressource an und knurrte auch gern mal meine Großen an. Draußen ohne Probleme, aber hier drin musste ich schon mehr schauen als mir lieb war. Bei 30 cm und knappen 8 Kilo hatte ich einfach zu viele Bedenken. Deshalb beschloss ich, ihr ein neues Zuhause zu suchen, wo sie wirklich ihren Sofaplatz ganz für sich allein hat und ihn nicht teilen muss. Denn so ein Leben braucht diese kleine Schönheit und hat es auch verdient.

Sie hat sich schnell gemacht
Ich habe für Lady einen fantastischen Platz auf Lebenszeit gefunden und das Beste ist, sie lebt nur etwa 15 km von uns entfernt und ich kann sie sehen, wann immer ich möchte. Lady wird nie wieder hungern müssen, nie wieder frieren müssen und wird ein wohlbehütetes Leben in Zukunft haben.
Meine kleine Bulgarin, so ein kleiner Hund mit so einem riesen Herz. Du hast mir gezeigt, dass ich alles richtig gemacht habe. :)
Mein Fazit....wer Hunde züchten kann, sollte auch Hunde retten können. Für mich steht fest, hier wird immer ein Platz für eine arme Seele frei sein.

Lady heißt nun Jessy ...und hat bei Birgit und Alexander ein wunderbares Zuhause auf Lebenszeit.
